In einer Studie haben australische Forscher die Hypothese getestet, dass bei Lebendgeborenen, die durch intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) gezeugt wurden, ein erhöhtes Risiko für einen schweren Geburtsfehler besteht.
- Design - Neuklassifizierung von Geburtsfehlern, die bei nach ICSI gezeugten Säuglingen in Belgien gemeldet wurden, und Vergleich mit der in Westaustralien anhand desselben Klassifizierungssystems geschätzten Prävalenz
- Probanden - 420 Lebendgeborene, die nach einer ICSI in Belgien gezeugt wurden, und 100 454 Lebendgeborene in Westaustralien, die im gleichen Zeitraum entbunden wurden
- Ergebnisse: Bei Säuglingen, die nach ICSI geboren wurden, war die Wahrscheinlichkeit eines schweren Geburtsfehlers doppelt so hoch wie bei westaustralischen Säuglingen.
- Schlussfolgerungen: Diese Ergebnisse bestätigen nicht die von den belgischen Forschern veröffentlichten, scheinbar beruhigenden Ergebnisse der ICSI. Offensichtlich gibt es in dieser Studie mögliche Störfaktoren, z. B. Umweltunterschiede zwischen Belgien und Westaustralien. Weitere Untersuchungen zur Klärung des mit ICSI verbundenen Risikos von Geburtsfehlern sind erforderlich.
Referenz:
- (1) BMJ (1997), 315, 1260-1265.