Die Prävention der infektiösen Endokarditis beruht auf der Identifizierung von Risikopatienten, der Beseitigung möglicher Infektionsquellen und einer angemessenen Antibiotikaprophylaxe. In den Leitlinien wird jedoch inzwischen eine wesentlich restriktivere Anwendung der Antibiotikaprophylaxe empfohlen (1).
Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) empfiehlt, eine Antibiotikaprophylaxe nur dann in Erwägung zu ziehen, wenn der Patient das höchste IE-Risiko aufweist und sich einem zahnärztlichen Eingriff unterzieht, der eine Manipulation des Zahnfleisches oder der periapikalen Region der Zähne oder eine Perforation der Mundschleimhaut erfordert. Der WSA geht davon aus, dass ein Patient ein hohes IE-Risiko aufweist, wenn er:(2)
Im Vereinigten Königreich empfiehlt das National Institute for Health and Care Excellence (NICE), dass ein Risikopatient, der sich einem interventionellen Verfahren unterzieht, nicht routinemäßig eine Antibiotikaprophylaxe gegen IE erhalten sollte. Das NICE betont jedoch, dass eine Antibiotikatherapie zur Behandlung aktiver oder potenzieller Infektionen nach wie vor notwendig ist. NICE betrachtet einen Patienten als Risikopatienten, wenn er: (3)
Referenzen
1. Cahill TJ, Harrison JL, Jewell P, et al. Antibiotikaprophylaxe bei infektiöser Endokarditis: eine systematische Übersicht und Meta-Analyse. Heart. 2017 Jun.
2. Delgado V, Ajmone Marsan N, de Waha S, et al. 2023 ESC guidelines for the management of endocarditis. Eur Heart J. 2023 Oct 14;44(39):3948-4042
3. National Institute for Health and Care Excellence. Prophylaxe gegen infektiöse Endokarditis: Antimikrobielle Prophylaxe gegen infektiöse Endokarditis bei Erwachsenen und Kindern, die sich interventionellen Verfahren unterziehen. Juli 2016 [Internetveröffentlichung].
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